Eine interessante Entwicklung ist seit einiger Zeit auf “politically incorrect” zu beobachten. Hin und wieder werden neuerdings Wissenschaftler als Hochzeitsgeneräle für Gastbeiträge herangezogen, brav mit akademischem Titel, wobei man “em.” in “Prof. em.” gerne wegzulassen scheint. Sie sollen - so der Hintergedanke der Betreiber - grob auf der Linie von PI liegen, was Kulturrassismus und Wahnsinn angeht. Das Ziel dabei ist es, daran bestehen keine Zweifel, zu suggerieren, die eigenen Ansichten wären wissenschaftlich begründet.
Neuester Zugang in der illustren PI-Runde ist Peter Stiegnitz, von PI in weiser Voraussicht auf Wikipedia verlinkt, darf man doch davon ausgehen, dass ihn weder das Stammpublikum von PI noch sonst irgendjemand kennt. Diese nie untergehende Sonne des soziologischen Denkens, der Peter (inzwischen 71 Jahre alt, normalerweise nicht unbedingt das Alter zum Verkalken), dessen Name unverständlicher in keinem mir bekannten OPAC auch nur ein Ergebnis liefert, plädiert in seinem betont zugespitzt betitelten Beitrag “Multikulti und Terrorismus” für die Abwehr der allgegenwärtigen Diktatur der Minderheiten.
Stiegnitz, prinzipientreu und unerbittlich, äußert sich auf eine Art und Weise, die in unser Zeit des Werteverfalls nicht gern gesehen wird. Er sagt zum Beispiel -
“Menschen sind Teile der Natur; und dazu gehören auch die Flüsse. Daher, zum Begriff Intrakulturalität mein „Donau-Beispiel“: Was wäre die Donau ohne ihrer Neben- und Zuflüsse: ein kleines, unbedeutendes Rinnsal. Aber was wäre die Donau, wenn die Zuflüsse statt Wasser nur Öl in die Donau mitbrächten? Eine giftige Kloake. Genauso verläuft es in der Entwicklung eines bestimmten Kulturkreises: Kulturnahe Elemente müssen und werden eingeschmelzt, kulturfremde abgestoßen, bzw. nur unter dem Wohlstandsmantel der Demokratie zwangs-akzeptiert.”
Wie wahr, wie wahr! Was einer der Terroristenversteher als einen dumpfen Biologismus/Geographismus/Essentialismus abtun würde ist in Wirklichkeit eine nüchterne Einschätzung der gegenwärtigen Weltlage, in der ungebremste Migrationsströme unsere Lebensweise bedrohen. Stiegnitz sagt, was Sache ist. Raus mit der giftigen Kloake der kulturfremden Elemente, und unsere Rettung ist so gut wie gesichert. Die von überwiegend linken Medien totgeschwiegene Inländerfeindlichkeit ist dann passe. Niemand muß “kulturfremde Elemente” willkürlich definieren, es liegt doch auf der Hand, um wen es sich dabei handelt, ja genau, um die da.
Großzügig räumt Stiegnitz ein - ja, es gibt Probleme.
“Natürlich gibt es auch im heutigen Österreich Rechtsextremismus und Rassismus. Natürlich kann man die Verfolgung und Ermordung von Juden, Zigeunern, Andersdenkenden zwischen 1938 und 1945 nicht vergessen. Das auch dann nicht, wenn ich - als einstiges Opfer des Holocaust - durchaus Verständnis dafür habe, dass die Menschen nach 1945 andere Sorgen als Volksgerichte und Wiedergutmachung hatten.”
Mit Sicherheit hatten die Menschen andere Sorgen, hat doch die allseits beklatschte Abstoßung der kulturfremden Elemente am Ende ihr Gegenteil bewirkt - die Kultur hat man gleich mit abgestoßen. Aus dieser Abstoßung resultierende Probleme mussten natürlich gelöst werden. So manch ein Blutordensträger löste das Kulturproblem, indem er Funktionär der jüdischen Kultusgemeinde wurde, doch es gab auch andere Wege, den Rassismus zu verurteilen, “und nicht nur den der Freimauerer”, wie Stieglitz wohlwissend schreibt.
Die kulturfremden, integrationsunwilligen Elemente befördern schließlich auch den Terrorismus. Und die linken Medien, vor allem CNN und Fox News, spielen ohne wenn und aber mit.
“Die größte Hilfe des modernen, islamistischen Terrors sind unsere freien Medien. Dieser Terrorismus ist allerdings auf die Verbreitung und Verstärkung durch die Massenmedien angewiesen.”
Welch eine scharfsinnige Beobachtung! Und das nach einer kurzen Zeitspanne von sechs Jahren, post 9/11. Eine Lösung klingt schon mit an - um dem “geistigen Ausverkauf” und der “masochistischen Sucht nach Selbstzerstörung”, welche in den linken Medien deutlich wird, zu begegnen soll wird ein Mehr an “Selbstkontrolle und Verantwortung der Berichterstattung” benötigt. Die Sensationslust der Leser und Zuschauer soll leer ausgehen, damit die Integration unserer Gemeinschaft endgültig wirksam wird und die Endabstoßung kulturfremder Elemente vollzogen werden kann.
Was soll man dazu sagen? Ein glänzender, logisch stringenter Beitrag zur gegenwärtigen Islamisierungdebatte. Ich freue mich auf weitere wissenschaftlich fundierte Beiträge auf PI-news.net und bedanke mich ganz herzlich für die Geistesblitze, die mir der Beitrag von Prof. Stiegnitz verschafft hat.