Bibliotheken demnächt illegal (in den USA)
Sunday, December 30th, 2007Naja, jedenfalls, wenn die Lobbyisten sich durchsetzen. Mehr davon in einem Bericht von der Tagung der Association of American Publishers in der Washington Post.
“No joke. Of all the dangerous and dot-complex problems that American publishers face in the near future — economic downturns, competition for leisure time, piracy — perhaps the most explosive one could be libraries. Publishers and librarians are squaring off for a battle royal over the way electronic books and journals are lent out from libraries and over what constitutes fair use of written material. Grossly oversimplified: Publishers want to charge people to read material; librarians want to give it away.”
Der Kampf um Zugang zu elektronischen Ressourcen wird auf Kosten der Allgemeinheit ausgetragen, die Strategien der Content-Industrie nehmen dabei immer absurdere Formen an - wer braucht Bibliotheken, wenn es das Internet gibt? Für jede Ressource kann man gnadenlos abkassieren, und gleichzeitig mit DRM sicherstellen, dass fair use unterbunden wird. In Deutschland ist mit dem so genannten “wissenschaftsfreundlichen Urheberrecht” schon ein Anfang gemacht worden, wobei die Interessen der Verlage erwartungsgemäß mit besonderer Akribie umgesetzt wurden. Wie lange wird es wohl noch Campus-Lizenzen geben? - mag der Pessimist fragen. Der Optimist fragt anders - wie lange wird es wohl noch Verlage geben? Wir haben doch das Internet.